Guter Ton und tolle Stimme beim Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters am 24. Januar 2020 in Uhingen

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Landespolizeiorchester, Geigerin Mari Sakai und Musicalstar Kevin Tarte sorgen im Uditorium für eine gelungene Kombination aus Bläserklang, Geigenton und Gesang beim Konzert zugunsten der NWZ-Aktion „Gute Taten“…

Mit dem Landespolzeiorchester (LPO) waren die Violinistin Mari Sakai und der Tenor und Musicalstar Kevin Tarte gekommen. Das LPO zeichnet sich durch ein durchweg hohes Niveau aus und seinen gewieften, temperamentvollen Dirigenten, der immer wieder ganz nahe an seinen Musikern agierte, ohne das Ganze aus den Augen zu verlieren, der Tempi und Lautstärke befeuerte, mit Spielfreude und Witz seine Musik inszenierte und musikalisch in allen Genres zu Hause war. So hat er seine Begeisterung auf die Musiker übertragen.
Die Verbindung von romantischer Musik und Musical bis hin zu Melodien von Udo Jürgens gelang in beeindruckender Weise, das Publikum war begeistert und verlieh dieser Begeisterung mit herzlichem, lang anhaltendem Zwischenapplaus Ausdruck. Auch zum Mitklatschen ließ es sich animieren.
Ein erster Höhepunkt gelang mit dem 2. Satz „Adagio“ des „Konzerts für Violine und Orchester“ von Max Bruch. Die Geige bot ein sehr filigranes, einfühlsames Spiel, die Musiker nahmen sich professionell zurück und gaben der Geige den Vortritt, ein überaus reizvolles, selten gehörtes Zusammenspiel, das Gänsehaut pur auslöste.
Es folgte eine Musical-Einheit. Aus der „West Side Story“ erklangen bekannte Melodien wie das zarte „Maria“, das feinsinnige „Tonight“ und das flotte „I like to be in America“. Auch die Melodien
aus „My Fair Lady“ von Frederick Loewe gefielen dem Publikum. Sie waren jeweils die gelungene Überleitung zu Kevin Tartes Auftritten. Dieser sang mit großer Stimme und Bewegung Lieder aus „Jekyll und Hyde“, „La cage aux Folles“, und Songs wie „Feeling Good“, „Sway“ und „Crazy Little Thing Called Love“. Charisma verbunden mit Begeisterung am gemeinsamen Musizieren, so inszenierte Tarte seinen Auftritt, der das Publikum von den Sitzen riss.
Mit einem schnellen, jedoch filigranen „Csárdás“ von Vittori Monti stellte Sakai ein weiteres Mal ihr Können unter Beweis, das war ein besonderes Klangerlebnis und hatte Suchtpotenziael, genauso wie Tartes Gesang.

Das Experiment romantische Musik zusammen mit Blasorchester und Geige war jedenfalls gelungen. Das Publikum spendete viel Beifall nach dem Schlussakkord mit einem innigen „My Way“.

Quelle: NWZ (Neue Württembergische Zeitung) vom 27.01.2020